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Holistischer Lebensstil: Wie du nachhaltig mehr Zufriedenheit, Gesundheit und innere Ruhe entwickelst – ohne Perfektionismus

Holistischer Lebensstil: Wie du nachhaltig mehr Zufriedenheit, Gesundheit und innere Ruhe entwickelst – ohne Perfektionismus

 

Kurz gesagt

Ein erfülltes Leben entsteht nicht durch Optimierung einzelner Bereiche, sondern durch das Zusammenspiel vieler Aspekte – und durch die Fähigkeit, bewusst damit umzugehen. Genau das habe ich selbst in einer Phase des Umbruchs erfahren: Nicht mehr „mehr tun“, sondern anders und bewusster leben war der Schlüssel.

Mein persönlicher Wendepunkt: Wie ich begonnen habe, ganzheitlich zu denken & zu leben

Frau sitzt an Kaimauer am Meer
Alexandra Gudereit - Mindfulness Trainerin und Coach | Foto by Ana Mary Hidalgo Fotografia

Es gab eine Zeit in meinem Leben – etwa 2015/2016 – in der äußerlich vieles „stimmte“.

Ich hatte einen klaren Fokus:

  • meinen Job

  • mein Hobby, das Reiten mit eigenem Pferd

Und doch habe ich gemerkt:
Meine innere Zufriedenheit hat nicht Schritt gehalten.

 

Rückblickend wurde mir klar, warum:

  • Mein Leben war stark auf wenige Bereiche konzentriert

  • Es gab wenig neue Impulse

  • Andere wichtige Lebensbereiche liefen eher „nebenbei“

Auch in meiner Partnerschaft zeigte sich das:
Wir lebten zunehmend nebeneinander her – jeder in seiner eigenen Welt.

Dieses Gefühl war der Auslöser, genauer hinzuschauen.

Der Moment der Veränderung: Innehalten statt weitermachen

Anstatt einfach weiterzumachen, habe ich angefangen, mir bewusst Fragen zu stellen:

  • Wie möchte ich eigentlich leben?

  • Was bedeutet Zufriedenheit für mich wirklich?

  • Welche Bereiche meines Lebens bekommen zu wenig Aufmerksamkeit?

Diese Art von Reflexion war für mich wie eine Form der Meditation:

Ein ehrliches Hinschauen ohne Bewertung.

 

Und genau hier begann mein Weg in einem zunehmend holistischen Lebensstil.

Was ich verstanden habe: Zufriedenheit entsteht im Zusammenspiel

Ich habe erkannt, dass mein Wohlbefinden stark davon abhängt,
dass verschiedene Lebensbereiche in einer Art Balance sind:

  • Gesundheit

  • Beziehungen

  • persönliche Entwicklung

  • Umfeld

  • Sinn

  • und viele mehr

Nicht perfekt – aber bewusst gelebt.

Alexandra Gudereit Online Coaching im Freien
Online-Coaching darf auch draussen stattfinden. | Foto by Ana Mary Hidalgo Fotografia

Wie ich begonnen habe: Kleine Schritte statt radikale Veränderungen

Mindmap Lebensbereiche Coaching Reflexion
Reflektion der verschiedenen Lebensbereiche

Ich habe nicht alles auf einmal verändert.

Stattdessen habe ich:

  • mit Selbstcoaching begonnen

  • meine Gewohnheiten hinterfragt

  • Schritt für Schritt neue Routinen aufgebaut

Zum Beispiel:

  • meine Ernährung bewusst reflektiert

  • Bewegung neu integriert

  • meine Lebens- und Wohnsituation überdacht

  • meine sozialen Beziehungen aktiver gepflegt

Besonders wichtig war auch:

  • das offene Gespräch mit meinem Partner

Wir haben gemeinsam reflektiert:

  • Wie wollen wir zusammen leben?

  • Was möchten wir teilen – und was nicht?

  • Welche gemeinsamen Erlebnisse sind uns wichtig?

Das hat viel verändert – nicht durch große Entscheidungen, sondern durch Klarheit.

Die Rolle von Ritualen: Kleine Anker im Alltag

Was mir besonders geholfen hat, waren kleine Rituale.

Keine komplizierten Routinen – sondern einfache, machbare Anker:

  • ein kurzer täglicher Check-in mit mir selbst

  • bewusste Pausen

  • regelmäßige Gespräche

  • kleine Momente der Achtsamkeit im Alltag

Diese Rituale haben Stabilität geschaffen, ohne Druck aufzubauen.

Verschiedene Lebensbereiche – heute mit einem anderen Blick

Heute sehe ich die klassischen Lebensbereiche nicht mehr als To-do-Liste, sondern als Orientierung:

 

Achtsamkeit

Hilft mir, überhaupt wahrzunehmen, was gerade mit mir los ist. Die verschiedenen Techniken helfen mir, auch in Stress-Situationen schneller wieder in eine gelassenere und wohlwollende innere Haltung zurückzufinden. Sowohl mir selbst als auch gegenüber anderen. Ich erlaube mir, mir selbst die Zeit für diese Momente der bewussten Achtsamkeit zu nehmen. 

 

Ernährung & Gesundheit

Nicht perfekt – aber bewusst und überwiegend ausgewogen. Aufgrund gesundheitlicher Probleme und um eine Operation zu vermeiden, habe ich nach und nach meine Ernährung auf eine pflanzenbasierte Ernährungsweise umgestellt. Ich bin dabei nach meinem Gefühl gegangen und habe mich immer weiter zu den verschiedenen Lebensmitteln und ihrer Wirkung auf meine Gesundheit informiert. 

 

Bewegung & Sport

Als Energiequelle, nicht als Pflichtprogramm. Ich habe gemerkt, wenn ich Zeit ins Training investiere, wird mein Körper flexibler und stärker und das verändert auch, wie ich mich fühle -> zum POSITIVEN!

 

Beziehungen

Aktiv gestaltet – nicht dem Zufall überlassen. Auch umgeben von Menschen fühlte ich mich oft nicht richtig mit ihnen verbunden. Ich war zwar zur selben Zeit am selben Ort, habe aber echte Verbundenheit vermisst. Und das hatte weniger mit den anderen zu tun, als mit mir selbst. Meine eigene innere Präsenz & achtsame Haltung sowie ein ehrliches Interesse an anderen haben mir geholfen, diese Gefühlslage zum Positiven zu verändern. 

 

Lernen & Entwicklung

Neue Impulse bewusst zulassen. In Phasen hoher Konzentration und somit gewissermassen einer Spezialisierung steigt vermutlich die eigene Leistungsfähigkeit. Oft wird dadurch unsere Aufmerksamkeit gleichzeitig eingeschränkt und viele interessante Impulse von aussen dringen gar nicht zu uns durch. Mein eigenes System war viel zu voll mit nur wenigen Themen wie dem Job und meinem Hobby. Erst als ich es geschafft habe, da ein wenig lockerer zu lassen, haben sich Freiräume für neue Themen eröffnet. Da konnte ich neue Themen in mein Leben integrieren und habe eine Ausbildung zum systematischen Coach und Beraterin sowie zur Achtsamkeitstrainerin  und Meditationslehrerin gemacht.  

Finanzen

Klarheit statt Verdrängung. Je klarer mir wurde, wie ich mein Leben gestalten möchte, um so einfacher konnte ich auch diesen Bereich definieren. Neben der Analyse der laufenden Kosten und geplanten Anschaffungen, konnte ich auch viel deutlicher fassen, welche Sicherheit ich finanziell benötige, dafür dass ich sorgenfrei in diesem Bereich leben kann. Dies wurde die Grundlage dafür, verschiedene Einnahmequellen für die Zukunft zu schaffen. Ich kann das jedem empfehlen, sich in diesem sehr speziellen Beriech mit guten Beratern und Informationen selbst weiter zu bilden. 

  

Wohnen & Umfeld

Kann das weg oder ist das Kunst?  Ausmisten. Nicht nur in Gedanken, Emotionen und den Zellen im Körper. Was brauche ich nicht mehr, wovon kann ich mich trennen? Was fehlt mir, um mein Leben angenehmer zu gestalten. Auch dieser Schritt gehört zu meinem Prozess und ist wie alle anderen nie abgeschlossen sondern fortwährend.

 

Partnerschaft

Ein gemeinsamer Gestaltungsraum – kein Nebeneinander. Natürlich kann man das nicht alles allein angehen. Wenn man selbst sich verändert, verändert dies auch die engen Beziehungen. Mir war es wichtig, dass ich alle Lebensbereiche auch immer vor dem Hintergrund meiner Partnerschaft reflektiere. Ich habe mir bewusst gemacht, an welchen Themen wir auch gemeinsam  Veränderungen erleben werden, und was nicht nur mich allein betrifft.   

 

Sinn & Purpose

Die Frage: Wofür mache ich das alles? Seit meiner Jugend begleitet mich das Zitat von Hermann Hesse: "Wir verlangen, das Leben müsse einen Sinn haben - aber es hat nur ganz genau so viel Sinn, als wir selber ihm zu geben imstande sind." 

 

Das Universum liefert kein fertiges Drehbuch – wir sind die 
Regisseure und Autoren zugleich. 
Diese Freiheit kann befreiend sein, weil man nicht nach einem „vorherbestimmten“ Ziel suchen muss, sondern es jeden Tag neu erschaffen kann. Ob durch Beziehungen, Kreativität, Arbeit oder kleine Momente – der Sinn ist dann kein Ziel, das man erreicht, sondern die Art und Weise, wie man lebt.
Manchmal ist diese Eigenverantwortung aber auch eine Last. Wenn man sich fragt: „Was ist mein Sinn?“, kann die Stille darauf erst einmal einschüchternd wirken.
Siehst du diese Freiheit eher als Chance zur Selbstentfaltung oder fühlt sich der Druck, selbst für den Sinn verantwortlich zu sein, manchmal überfordernd an? Für mich persönlich ist dies aus innerer Überzeugung heraus immer eine Chance, und manchmal auch eine Überforderung. Achtsamkeit hat mir geholfen, dies zu akzeptieren und sowohl die Energie, die aus den Chancen entsteht als auch die Momente der Überforderung anzunehmen. Mal überwiegt das eine und mal das andere. 

 


Was Achtsamkeit und Coaching dabei verändern

 

In meinen Coachings arbeite ich oft mit Klient:innen, die eine persönliche oder berufliche Standortbestimmung erarbeiten wollen. Dabei ist der erste Punkt immer, dass ich sie anleite, die persönlichen Werte und Bedürfnisse zu reflektieren und die individuellen Lebensbereiche zu erarbeiten. Dabei achte ich darauf, im Coaching-Prozess wirklich ganzheitlich die vielfältigen Lebensbereiche zu betrachten und den Fokus nicht nur dahin zu richten, wo aktuell grosse Defizite wahrgenommen werden.

 

Meine Erfahrung ist, dass speziell aus der Klarheit heraus, wo bin ich stark und gefestigt und welches Thema würde den größten Unterschied machen hin zum Positiven, auch die benötigte Energie für die richtigen Schritte der Veränderung entfacht wird.    

 

Der größte Unterschied zu früher ist nicht, was ich tue – sondern wie ich damit umgehe.

Achtsamkeit und Coaching helfen dabei:

  • Muster zu erkennen
  • bewusster zu entscheiden
  • Veränderungen realistisch umzusetzen

Ohne diesen inneren Prozess bleiben viele Veränderungen kurzfristig.

Die größte Erkenntnis: Perfektion ist nicht das Ziel

Alexandra Gudereit Trainerin und Coach
Foto by Ana Mary Hidalgo Fotografia

Ein wichtiger Lernmoment für mich war:

Ein „perfekter“ Lebensstil macht nicht automatisch zufriedener.

 

Im Gegenteil:
Zu viel Optimierung kann Druck erzeugen.

 

Was wirklich hilft:

  • kleine Schritte

  • Flexibilität

  • Selbstmitgefühl

Konkrete Impulse aus meiner Erfahrung

Was sich für mich bewährt hat:

 

1. Regelmäßige Selbstreflexion

Nicht ständig – aber bewusst.

 

2. Gespräche führen

Mit Partner, Freunden oder Menschen, die wichtig sind.

 

3. Kleine Rituale etablieren

Sie geben Halt – ohne einzuengen.

 

4. Neue Impulse zulassen

Routinen sind gut – aber Entwicklung braucht auch Veränderung.

 

5. Den Fokus erweitern

Wenn ein Bereich zu dominant wird, lohnt sich der Blick auf die anderen.

 

Ein anderer Blick auf Lebensqualität

Für mich hat sich damals eine zentrale Perspektive verändert:

Lebensqualität entsteht nicht durch mehr Leistung, sondern durch mehr Bewusstsein und Balance.

 

Ein holistischer Lebensstil bedeutet für mich nicht, alles perfekt zu machen. Sondern:

  • aufmerksam zu leben
  • regelmäßig innezuhalten
  • und bereit zu sein, sich immer wieder neu auszurichten